Russlands Vizeaußenminister: Terroristische Präsenz in Syriens Idlib nicht akzeptabel

Der russische Vizeaußenminister Oleg Syromolotow hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS erklärt, dass Terroristen in der syrischen Provinz weiterhin Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzen würden. Dieser Zustand sei nicht akzeptabel, mahnte er:

„Die Terroristen nehmen Zivilisten in Idleb als menschliche Schutzschilde, greifen Stellungen der Syrischen Arabischen Armee an und versuchen ständig, den russischen Stützpunkt in Hmeimim mit Drohnen anzugreifen, was wir natürlich nicht akzeptieren können, und unsere Partner wissen das.“

Russland habe einen wichtigen Beitrag bei der „Besiegung des internationalen Terrorismus“ in Syrien gespielt, so Syromolotow. Terroristen würden aber weiterhin in andere Regionen infiltrieren, was eine „ernste Bedrohung der internationalen Sicherheit“ darstelle.

Er beklagte sich, dass der Nahe Osten und Nordafrika unter einer bedrohlichen Destabilisierung leiden würden. Es gebe einen Zuwachs an Herausforderungen für die regionale und die internationale Sicherheit. Er fügte hinzu:

„Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Terroristen darauf konzentrieren, junge Menschen in den Ländern, in die sie zurückkehren zu sabotieren und zu rekrutieren.“

Die allgemeine Lage werde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie sowie den Rückzug der Vereinigten Staaten aus Afghanistan erschwert.

Am Sonntag hatte sich der Sondergesandte des russischen Präsidenten für Syrien, Alexander Lawrentijew, und der russische Vizeaußenminister Sergei Werschinin mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad getroffen. Zu dem Treffen erklärte das russische Außenministerium, dass man die derzeitige Lage in und um Syrien und die Aufgaben zur Erreichung einer dauerhaften Stabilisierung vor Ort auf der Grundlage der Wiederherstellung der Souveränität und territorialen Integrität Syriens und der weiteren Bekämpfung des Terrorismus besprochen habe.

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