So sieht christliche Nächstenliebe aus: Kostenlose Mahlzeit nur mit 2 G-Regel

Eine diakonische Sozialinitiative der Evangelischen Kirchengemeinde Nußloch lädt regelmäßig zum gemeinsamen kostenlosen Mittagessen ein. Das Angebot richtet sich bislang an alle Menschen mit kleinem Geldbeutel. In Corona-Zeiten gilt aber bei den Oberchristen die heilige 2G-Regel: Rein kommen nur Geimpfte oder Genesene. Der Rest kann draußen hungern. 

Auch am vergangenen Sonntag gab die evangelische Kirchengemeinde im baden-württembergischen Nußloch die Barmherzigkeit in Reinkultur und lud zur „Nußlocher Mahlzeit“ ein. Laut Eigendarstellung des Christenvereins richtet sich das Angebot vornehmlich an Menschen mit kleinem Geldbeutel. Jedoch seien alle willkommen, die gerne in Gemeinschaft essen und mit anderen Menschen ins Gespräch kommen möchten, so die frohe Botschaft.

Tatsächlich jedoch sind nicht „alle Menschen“ bei der evangelischen Kirchengemeinde in Nußloch willkommen. Denn: die oberchristliche Einladung wird nur jenen gewährt, die den heiligen 2-G-Regeln entsprechen. Im Benachrichtigungstext der Evangelischen Kirchengemeinde Nußloch heißt es: Es gilt die 2-G-Regel – Besucher müssen also gegen Covid-19 geimpft oder davon genesen sein!“

Alle anderen – also die ausgestoßenen Ungeimpften, ungeimpfte Obdachlose, die sich die teure Testerei nicht leisten können, die können ruhig draußen hungern. So geht Nächstenliebe der Evangelischen Kirche in Corona-Zeiten.

Der evangelische Theologe Thies Gundlach legte diesem verlogenen Kirchentheater noch eine Schippe obenauf. In der vergangenen Woche sprach sich Thies dafür aus, für Gottesdienste zukünftig nur gegen das Coronavirus Geimpfte sowie Genesene und negativ Getestete als Besucher zuzulassen: „Die Kirche sollte nicht zum Hort von Impfskeptikern werden, weil wir denken, dass ein Gottesdienst in jedem Fall zugänglich sein sollte. Diejenigen, die sich aus wenig überzeugenden Gründen nicht impfen lassen wollen, schließen sich selbst aus. Es ist nicht die Kirche, die jemanden ausschließt“, so die Worte des Kirchenmannes. Amen!

Im Netz fragt man sich: „Gilt Ausweispflicht und Kontrolle des Impfpapiere demnächst auch am Kircheneingang? Wie weisen die Obdachlosen eigentlich ihren Impfstatus nach? Per Handy-App oder wird Impfdatum und Booster in den Oberarm tätowiert?“

„Wenn ich könnte, würde ich ein zweites Mal austreten.“

(SB)

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