DSGVO: Handy-Telefonbücher müssen gelöscht werden

Die neue Datenschutzgrundverordnung der EU betrifft auch die gespeicherten Telefonbücher auf Smartphones. Diese müssen gelöscht und neue Kontakte über die Nutzung informiert werden. Ein Fachanwalt warnt.

BRÜSSEL, BERLIN (fna) – Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kam auch für Privatleute eine Neuerung, die vielen Menschen so noch gar nicht bewusst ist. Denn: Auch die privaten Telefone sind davon betroffen. Zumindest jene, die auch ab und an für geschäftliche Zwecke benutzt werden, was ja sehr oft der Fall ist. Wer hat einem Freund beispielsweise noch nie etwas verkauft?

Auf Datenschutz spezialisierte Rechtsanwälte warnen nun davor, dass die DSGVO auch im privaten Rahmen zu ernsthaften Problemen führen könnte. „Wer einem auf seinem Smartphone gespeicherten Kontakt zum Beispiel sein altes Auto andrehen will, oder auch einen Welpen aus der eigenen Rassehund-Zucht, kann unter Umständen dafür belangt werden“, so Günther Schmitt von der Rechtsanwaltskanzlei Schmitt & Katze in Berlin. „Denn der Angesprochene wurde ja im Vorfeld nicht darüber informiert, dass er als potentieller Kunde des Telefon-Inhabers infrage kommt.“ mehr…

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