Protestbewegung – Wie die „Querdenker“ nach der Pandemie weitermachen wollen

Wird sich die Protestbewegung auflösen? Nicht, wenn es nach dem „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg geht. Auch Verfassungsschützer sehen noch keinen Grund zur Entwarnung.

Werden die „Querdenker“ und andere Gruppierungen, die aus dem Protest gegen die Corona-Politik heraus entstanden sind, mit dem Ende der Pandemie wieder verschwinden? Nicht, wenn es nach Michael Ballweg geht, dem Stuttgarter Gründer der „Querdenken“-Initiative. Er hält wenig von dem Versuch, die Bewegung über Kleinstparteien, die aus der Corona-Leugner-Szene entstanden sind, in den Bundestag zu tragen. Sein Ziel, so sagte er am Mittwoch in einem Online-Gespräch mit dem Schweizer Rechtsextremen Ignaz Bearth, sei eine Veränderung des politischen Systems.

Momentan stehen zwei Thesen im Raum, wie es weitergehen könnte: Die Szene wird kleiner und radikalisiert sich weiter. Vorstellbar wäre auch, dass es den gut vernetzten Akteuren gelingt, auf ein neues Thema mit ähnlich „breiter Anschlussfähigkeit“ zu setzen, wie es Beate Bube formuliert, die Präsidentin des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Schon jetzt sei ja immer wieder von einer „Klima-Diktatur“ die Rede.

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