Gläserner Patient: Arztgeheimnis wegen Corona in Gefahr – Masken-Atteste ohne Diagnose ungültig

Schon die alten Griechen nahmen es mit der Verschwiegenheit von Ärzten ganz genau. Im Eid des Hippokrates, den viele Ärzte auch heute noch ablegen, heißt es ganz eindeutig: “Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.“Die Bundesärztekammer definiert ganz klar: Ärzte haben “über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Arzt anvertraut oder bekannt geworden ist, auch nach dem Tod des Patienten, zu schweigen.” Es geht noch weiter: “

Nach § 203 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer unbefugt ein fremdes Geheimnis, namentlich ein zum persönlichen Lebensbereich gehörendes Geheimnis, offenbart, das ihm als Arzt anvertraut worden oder sonst bekanntgeworden ist. Ein Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht kann daher neben berufsrechtlichen oder berufsgerichtlichen Maßnahmen auch Schadensersatzansprüche und sogar strafrechtliche Konsequenzen zur Folge haben.”

Das Ärztegeheimnis ist ein wesentlicher Bestandteil einer freien, rechtsstaatlichen Gesellschaft. Selbst in autoritären Staatsformen kann es durchaus seine Gültigkeit bewahren; sein Aufbrechen ist eher ein Kennzeichen totalitärer Gesellschaften. Und jetzt das: In der Bundesrepublik wird im Jahre 2020 im Zuge der Corona-Maßnahmen das Ärztegeheimnis faktisch ausgehebelt.

Schon seit längerem wird gemunkelt, dass es etwa in Berlin interne Vorschriften an dann Schulen gibt, Atteste mit einer Befreiung vom Zwang zu einer Mund- und Nasenbedeckung nur noch dann anzuerkennen, wenn in dem Attest eine konkrete Diagnose genannt wird. Das verstößt eklatant gegen das Ärztegeheimnis und den Datenschutz, ja sogar gegen die Würde des Menschen. Ob ein Kind etwa wegen Asthma oder aufgrund psychischer Probleme keine Maske tragen kann, geht außer dem Arzt und den Eltern niemanden etwas an.

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