„Diese Leute bedrohen den Zusammenhalt“ – Nach Tankstellen-Mord fordern Politiker Konsequenzen für die „Querdenker“-Szene

Sollte der Verfassungsschutz das „Querdenker“-Milieu stärker ins Auge fassen? Dafür sprechen sich nach der tödlichen Attacke in Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht einige Politiker aus. Ein Antisemitismus-Beauftragter wertet die Tat gar „als Terroranschlag“.

Die tödliche Attacke im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein auf einen Tankstellenarbeiter ist für den Antisemitismus-Beauftragten der baden-württembergischen Landesregierung, Michael Blume, ein Fall von Terrorismus. „Ich werte den schrecklichen Mord von Idar-Oberstein auch klar als Terroranschlag“, sagte Blume am Dienstag dem Nachrichtenportal „Watson“. Wer die Ängste vor Impfungen und Verschwörungsmythen der Menschen in einer Pandemie medial und digital verstärke, gefährde Menschenleben.

„Querdenker“: Ein Fall für den Verfassungsschutz?

Wird die Tat tatsächlich direkte Konsequenzen für das „Querdenker“-Milieu nach sich ziehen? Diese Entscheidung obliegt dem Bundes­amt für Verfassungs­schutz. Eine Anfrage von FOCUS Online an das Innenministerium vom Dienstag, ob es Bestrebungen gebe, die „Querdenker“ als terroristische Organisation einzustufen, blieb bis Mittwochmorgen unbeantwortet.

“Diese Leute bedrohen den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen. Niemand darf so etwas verharmlosen.“

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