„Billige Parolen“ – Schäuble kritisiert „Querdenker“ scharf

In Berlin wollen die sogenannten Querdenker wieder Präsenz zeigen. Bundestagspräsident Schäuble kritisiert das scharf. Den Ansichten der Szene attestiert er ein „nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit“.

Mit Blick auf die neuen Anti-Impf-Proteste in Berlin hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die sogenannte Querdenker-Szene scharf kritisiert: „Wenn weltweit praktisch alle Fachleute sagen, Corona ist gefährlich und Impfen hilft, wer hat dann eigentlich das Recht zu sagen: Ich bin aber klüger? Das ist für mich ein nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit“, sagte Schäuble im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Eine für diesen Sonntag angemeldete Großdemonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin war zwar gerichtlich untersagt worden. Allerdings waren kleinere Kundgebungen und vier Autokorsos genehmigt. Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot, größere Menschenansammlungen zu unterbinden.

Schäuble sagte dazu: „Meine Botschaft an diejenigen, die sich für Querdenker halten oder die Querdenker genannt werden: Bitte schauen Sie sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse an, lassen Sie sich nicht von billigen Parolen hinter die Fichte führen!“ Der 78-jährige CDU-Politiker ergänzte: „Auch bei den Querdenkern sollte die Betonung auf ‚Denken‘ liegen und nicht auf ‚Quer‘.“

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