Kürbis: Neue Kraft durch eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt

Kürbisse sind nicht nur dazu da, um an Halloween gruselige oder lustige Grimassen hinein zu schnitzen oder eine leckere Herbstsuppe daraus zu kochen. Die großen Kugeln, die zwar gemeinhin als Gemüse bezeichnet, doch vom Botaniker der Familie der Beerenfrüchte zugeordnet werden, sind nicht nur schmackhaft und vielseitig verwendbar – sondern auch sehr gesund. Sowohl das Fruchtfleisch als auch die Kerne des Kürbisses enthalten wertvolle Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine. 

Rund 500 Kürbissorten gibt es – und viele von ihnen sind sehr gesund. Sowohl die Kerne als auch das Fruchtfleisch enthalten wertvolle Vitamine und Mineralien. Alle heute bekannten Sorten der Kürbispflanze gehen auf Wildarten zurück, die ursprünglich in Mittel- und Südamerika heimisch waren. Man vermutet, dass die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents das Gemüse bereits um 10.000 vor Christi Geburt angebaut haben. Vermutlich wurden jedoch über Jahrtausende nur die ölhaltigen Kerne der Kürbisse als Nahrungsmittel genutzt.

Daher gilt: Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, viel älter als Mais und Bohnen. Bei dem Indianerstamm der Navajos beispielsweise war der Kürbis eine heilige Pflanze. Christoph Kolumbus wiederum beschrieb den Kürbis als wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken, und in Amerika ist die Begeisterung für Kürbisse bis heute ungebrochen. In den Vereinigten Staaten wird traditionell zu bestimmten Ereignissen (zum Beispiel Thanksgiving) Kürbiskuchen (Pumpkin Pie) gegessen. Apropos Christoph Kolumbus: war seinerzeit der erste Europäer, der einen Kürbis in der Hand hielt. Dank ihm können wir heute von den großartigen Eigenschaften seines Mitbringsels profitieren. Schon die Indianer nutzten seine Blätter und seinen Saft gegen Wunden und Verbrennungen, und auch Neuseeland kam in den Genuss des Kürbisses: Die Maori hatten ihn mitgebracht, als sie das Land vor mehr als 1000 Jahren zu ihrem machten. Sie hatten ihn gemeinsam mit anderen Nutzpflanzen wie der Süßkartoffel im Gepäck.

Kürbiskerne kommen heute noch bei Bandwürmern zum Einsatz

Übrigens: Bereits im Mittelalter wussten die Menschen um die heilenden Kräfte des Kürbisses und verwendeten ihn als Mittel gegen Bandwürmer – durch das in den Kernen enthaltene Piperazin sehr effektiv. Zudem hat sich der Kürbis bei der Behandlung von Harnwegsinfekten und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt bewährt. Denn sein Fruchtfleisch wirkt entwässernd, zudem hat es einen regulierenden Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Und gegen Verstopfung hilft der Kürbis sogar auch, denn sein Verzehr wirkt leicht abführend. Die Kerne auch heute noch bei Bandwürmern zum Einsatz. Das Fruchtfleisch entfaltet zur Schonung des Magens, bei Fettsucht, Gicht, Rheuma, Herzbeschwerden, Nierenschwäche oder eben Verstopfung seine heilende und wohltuende Wirkung.

Darüber hinaus gilt die größte aller Beerenfrüchte, die in zahlreichen Ländern in gigantischen Ausmaßen gezüchtet und bei Wettbewerben prämiert wird, als wahre Vitamin- und Mineralstoffbombe: Sie ist reich an Provitamin A, Vitamin C und E, Folsäure sowie Magnesium, Kalium, Calcium und Zink. Mit nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Kürbisfruchtfleisch etablierte sich der Kürbis zudem als schmackhafter Schlankmacher. Ähnlich wie Melonen und Gurken besteht er zu rund 90 Prozent aus Wasser. Es sind allerdings nicht die Gartenkürbisse, die für Heilzwecke genutzt werden. Dafür kommen ausschließlich weichschalige oder schalenlose Sorten zum Einsatz, die vorzugsweise in Ungarn oder in der Steiermark angebaut werden.

Kürbiskerne kurbeln die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin an

Das Fruchtfleisch und die Kerne des Kürbisses‘ enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Im Fruchtfleisch stecken zum Beispiel reichlich Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe wie Betacarotin, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Die Kerne wiederum kurbeln die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin an. Serotonin ist besonders bedeutend, wenn es um die Verstoffwechselung der Gefühle und Triebe geht. Kommt es zu einem Mangel, ist die Stimmung schnell im Keller. Auch Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Gesundheit positiv. Sie können den Blutdruck senken, wirken entzündungshemmend und beeinflussen den Fett-Stoffwechsel positiv. Vitamin E und Linolsäure im Kürbiskernöl können einen erhöhten Cholesterinspiegel senken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Für Kürbiskernöl werden ausgewählte Kürbissorten getrocknet, gemahlen, geröstet und bei Temperaturen von etwa 60 Grad gepresst. Der Ölgehalt der Kerne liegt bei rund 50 Prozent. Hauptsächlich findet man darin Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure und Linolsäure. Vor allem letztere ist ernährungsphysiologisch von großer Bedeutung, weil sie vom Körper nicht selbst gebildet werden kann. Das Öl ist reich an Vitamin E, B1, B2 und B6 sowie A, C und D. Carotinoide und Porphyrine, die den Schutz der Haut vor Sonneneinstrahlung und Umwelteinflüssen unterstützen, verleihen dem Öl seine dunkelgrüne Farbe.

Kürbissamen für die Behandlung verschiedener Formen der Blasenschwäche

Auch bei einem wirklich unangenehmen Problem wie einer Blasenschwäche kann der Kürbis helfen. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen hat sich Kürbissamen in der Behandlung verschiedener Formen der Blasenschwäche bewährt. Die positiven praktischen Erfahrungen werden durch die Ergebnisse klinischer und pharmakologischer Studien untermauert. So gelten die Kerne als pflanzliches Mittel, um die Blasenmuskulatur zu stärken, und dadurch den häufigen Harndrang, wie er bei der Reizblase vorkommt, zu regulieren. Das Natura Vitalis-Produkt„Phytosterol“ enthält eine ausgefeilte Kombination an Natursubstanzen, die das Wohlgefühl der Blase des reifen Herrn ab 50 unterstützen können. Die Substanzen Kürbiskern, Phytosterole, Brennnessel, Wild Yams, Kürbissamen, Isoflavone und das wichtige Sägepalmenextrakt genießen seit langem den Ruf als die „Männersubstanzen“, die das Wohlgefühl – gerade in den „Wechseljahren“ des Mannes – unterstützen können.

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