Meiden Sie Angst-fördernde Lebensmittel

Es gibt eine Reihe Lebensmittel, die Substanzen enthalten, die Angstanfälle fördern
oder sogar auslösen können. Versuchen Sie diese Lebensmittel zu reduzieren oder,
wenn möglich, vollständig weg zu lassen.

  – Koffein – Bei vielen Menschen ist Koffein einer der Hauptauslöser für
Angstzustände. Lassen Sie es einfach für ein paar Tage weg und prüfen Sie,
ob es Ihnen hilft.
  – Zucker – Auch Zucker ist eine sehr häufige Ursache für Panik-Attacken.
Wenn Sie sehr viel Zucker zu sich nehmen, versuchen Sie einen Teil durch
Süßstoffe zu ersetzen. Vor allem bei Getränken empfiehlt sich die
zuckerreduzierte Variante.
  – Raffinierte Kohlenhydrate – Reduzieren oder vermeiden Sie raffinierte oder
„weiße“ Kohlenhydrate wie weißes Mehl oder weißen Reis und andere
Kohlenhydrate, die den Blutzucker stark erhöhen.

Versuchen Sie sich einfach ausgewogen zu ernähren. Für viele Lebensmittel gibt es
entsprechende Alternativen. Erhöhen Sie den Anteil an Vollkornprodukten.
Begehen Sie aber nicht den Fehler und verbannen Sie alle Lebensmittel, die Sie
bisher zu sich genommen haben, schlagartig von Ihrer Speisekarte. Essen ist nicht
nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Kultur. Und man sagt nicht für umsonst,
dass Essen Leib und Seele zusammen hält. Eine Radikalumstellung Ihrer
Essgewohnheiten würde wahrscheinlich eher schaden als nützen.

Wenn Essen zur reinen Nahrungsaufnahme degradiert und Sie auch geschmacklich
keinen Gefallen daran finden, werden Sie die Umstellung nicht lange durchhalten.
Mitunter sind kleine Umstellungen bereits sehr hilfreich und Sie müssen nicht völlig auf
bestimmte Lebensmittel verzichten. Außerdem muss Ihr Körper sich an die
veränderte Nährstoffsituation erst gewöhnen.

Bei einer zu schnellen Umstellung kann es zu Verdauungsstörungen oder im Extremfall
sogar zur Unterzuckerung kommen. Beginnen Sie also damit, dass Sie z.B. Weizenbrötchen
durch Vollkornbrötchen, weißen Reis durch Naturreis oder mehlig kochende Kartoffeln
durch festkochende ersetzen. Bei Getränken sollten Sie nur solche bevorzugen, die
ohne Zusatz von raffiniertem Zucker hergestellt wurden.

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Das trifft vor allem dann zu wenn Sie
gerade eine Diät machen. Die stark reduzierte Kohlenhydratzufuhr kann zu einer
Unterzuckerung des Körpers führen.

Achten Sie daher auf Symptome, die eine Unterzuckerung signalisieren. Diese
ähneln häufig den Angstsymptomen:

  – Herzklopfen oder Herzrasen
  – Schwindelgefühl
 –  Zittern
 –  Kraftlosigkeit
 –  Unruhe
  – Aufgeregtheit und Reizbarkeit

Bei empfindlichen Menschen können derartige Symptome bereits der Auslöser für
eine Panik-Attacke sein. In diesen Fällen hilft ein Löffel Dextrose
(fälschlicherweise als Traubenzucker bezeichnet) meist Wunder. Beachten Sie
aber, dass das lediglich ein Notfall-Mittel ist. Vermeiden Sie, genau wie bei
Kristallzucker, einen regelmäßigen Verzehr.

Traubenzucker ist bei weitem nicht so gesund wie die Werbung uns gerne
weismachen möchte. Er wird nicht, wie der Name vermuten lässt, aus Trauben
hergestellt, sondern industriell aus Stärke. Und er erhöht auch nicht direkt Ihre
Leistungsfähigkeit. Es ist die Zuckerart die am schnellsten ins Blut übergeht und
den Blutzucker-Spiegel erhöht. Damit steht dieser dem Körper bei starken
körperlichen Belastungen zur Verfügung. Autofahrer begehen häufig den Fehler,
dass sie bei einsetzender Müdigkeit Dextrose-Produkte zu sich nehmen. Dazu
zählen übrigens auch Energy-Drinks, die meist einen hohen Dextrose-Anteil haben.
Die erhoffte Wirkung schlägt dann ins Gegenteil um und die Müdigkeit wird noch
stärker.

Wenn Sie also Ihre Ernährung umstellen, so lassen Sie sich nicht von der Werbung
beeinflussen. Schauen Sie sich ein wenig im Internet um und suchen Sie nach
Webseiten über gesunde Ernährung.

Und abschließend noch einmal der Rat. Der beste Weg, einer Panik-Attacke zu
begegnen, ist der Weg zum Arzt. Haben Sie Angst vor einer Krankheit oder sogar,
dass Sie daran sterben könnten, dann kann Ihr Arzt Ihnen am besten helfen.
Entweder durch den Ausschluss einer Krankheit oder durch das sofortige Einleiten
einer Therapie. Das beratende Gespräch und die Aufklärung über die Ursachen
lassen Sie die Welt wieder mit ganz anderen Augen sehen.

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